Perspective Daily

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Perspective Daily

Beitragvon Vailos » Mo 7. Mär 2016, 22:26

Möchte mich mal auch hier für eine interessante Geschichte, die jetzt so direkt mit unserem Anliegen erst einmal nicht so viel zu tun haben scheint - aber dennoch den ein oder anderen interessieren könnte. Und vielleicht in dem ein oder anderen Punkt, nämlich ein vorwärtsgewandtes, gut informiertes und konstruktives Leben zu führen, doch streift.

Ich bin über einen meine Lieblingscartoonisten -ruthe- , der auch sonst durch allerlei sehr verständige Äusserungen auffällt, gestoßen.

Es gibt ein sog. Crowdfundingprojekt eines neuen Nachrichtenportals, welches sich dem konstruktiven Journalismus verschreiben möchte - dem Perspective Daily. Dieses Projekt hat bereits einige sehr interessante Unterstützer, und auch die bislang vorgestellten Autoren wirken alle sehr, sehr vielversprechend.

https://perspective-daily.de

Aus der Seite:

Perspective Daily will weg von einem Journalismus, der von Skandalen und Katastrophen regiert wird, hin zu einer Berichterstattung, die ein realistisches Weltbild zeichnet und zu einem Verständnis von Entwicklungen, Zusammenhängen und Hintergründen. Wir bauen dabei auf die Prinzipien des Konstruktiven Journalismus.




Um mal zu erklären, was überhaupt konstruktiver Journalismus ist und wie das Projekt "Perspective Daily" darunter versteht, haben sie sechs Punkte zusammengefasst:

1. Zukunftsorientiert

Konstruktive Beiträge enden nicht mit der Problembeschreibung, sondern stellen verstärkt auch Zukunftsfragen: Wie kann es weitergehen? Was jetzt? Gefragt wird also nicht nur nach Ursachen für den gegenwärtigen Zustand, dem Status Quo, sondern auch nach Plänen und Visionen für die Zukunft. Dies sind häufig Fragen, die Leser, Zuhörer und Zuschauer verstärkt interessieren, aber nur selten von Journalisten gestellt werden.

2. Lösungsorientiert

Beim Konstruktiven Journalismus geht es nicht nur darum, zu verstehen, welche Herausforderungen und Probleme zu bewältigen sind. Es werden auch mögliche Ansätze zur Milderung, Lösung und Vermeidung von Problemen diskutiert. Auf der Suche nach potentiellen Lösungen schaut Konstruktiver Journalismus nach links und rechts – in Forschungsinstitute, andere Länder und Kulturen oder auf einzelne Individuen, die für sich Mittel und Wege gefunden haben.

3. Nicht immer existieren fertige Lösungen

Es geht nicht um das Servieren von Einzellösungen, die als allgemeingültig präsentiert werden. Es geht vielmehr darum, die richtigen Fragen zu stellen und neue Perspektiven auszutesten, um so einen Schritt in Richtung möglicher Lösungen zu gehen. Natürlich existieren keine einfachen Rezepte, nach denen sich die großen Probleme der Menschheit lösen lassen – aber Wissenschaft, Zivilgesellschaft und kreative Köpfe bringen eine Fülle von Ansätzen und Teillösungen hervor, die erklärt, diskutiert und hinterfragt werden müssen.

4. Empirische Studien als Basis

Die Diskussion um und über Lösungsansätze sollte soweit möglich eine wissenschaftliche Basis haben. Nur so kann gezeigt werden, ob eine Maßnahme oder Methode wirklich sinnvoll ist. Statt Meinungsmache oder „PR“ für Einzellösungen werden Forschungsergebnisse, empirische Berichte und gesellschaftswissenschaftliche Studien berücksichtigt. Auch wenn keine oder zweifelhafte Daten vorliegen, wird dies transparent erklärt.

5. Ursachenforschung

Auch wenn der Konstruktive Journalismus einen Fokus auf Lösungen legt, bedeutet das nicht, dass Missstände, Katastrophen und Fehlverhalten nicht thematisiert werden. Es geht nicht darum, die Berichterstattung „positiver“ oder „netter“ zu gestalten. Der Konstruktive Journalismus verschließt nicht die Augen vor den Problemen der Welt, sondern begibt sich auf Ursachenforschung und fragt verstärkt nach dem „Warum“ hinter Problemen

6. Zustände sind änderbar

Der Konstruktive Journalismus nutzt Erkenntnisse der positiven Psychologie. Durch das pausenlose Aufzeigen von ausweglosen Situationen in den Massenmedien wird dem Leser, Hörer und Zuschauer jede Antriebskraft genommen – er verfällt schließlich in einen Zustand gelernter Hilflosigkeit. Konstruktiver Journalismus vermeidet dies, indem er persönliche und gesellschaftliche Herausforderungen (zu Recht) nicht als unabdingbare Tatsachen darstellt, sondern als temporäre, änderbare Zustände. Auch wenn in vielen Fällen keine direkte Lösung auf dem Tisch liegt, bieten neue Perspektiven auf ein Problem häufig Lösungsansätze.



Damit die Begeisterung nicht ins Unermessliche steigt - natürlich gibt es an anderer Stelle auch Bedenken. So schreibt die Zeit-online: http://www.zeit.de/kultur/2015-10/konst ... -kampagnen


Ich habe mich entschlossen, dieses Projekt zu unterstützen. Das Geld ist es mir mal wert. (Man bekommt das Geld sowieso zurück, wenn nicht genug Anteilseigner für den Start zusammenkommen). Und vielleicht interessierts den ein oder anderen hier auch.

Zum Abschluss noch der nette Cartoon von Ruthe.de: https://www.youtube.com/watch?v=UyyZHpkijUg
Die Sicht, die wir auf die Kelten haben, sagt mehr über uns aus, als über die Kelten selbst.


Ich bin glücklich. So einfach ist das.
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Re: Perspective Daily

Beitragvon Sirona » Mo 7. Mär 2016, 23:58

Die Idee finde ich gut und ich habe mich beteiligt als einer der 12000 Unterstützer. Ich bin gespannnt...
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