Kelten und Zahnprothesen

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Re: Kelten und Zahnprothesen

Beitragvon Sedocoinios » Mi 11. Jun 2014, 07:55

Nein ich wurde auch schon mit Opium behandelt, ganz offiziell... und zwar in einer ganz ordentlichen Dosis, wenn ich das sagen darf.
"Ich will Zwietracht sähen zwischen den Königen, den Anführern, den tugendhaften Helden und den freien Bauern bis sie sich gegenseitig töten Mann für Mann wenn sie nicht mit mir kommen um mein Fest zu teilen."
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Re: Kelten und Zahnprothesen

Beitragvon Sucher » Mi 11. Jun 2014, 08:11

Und ich dachte schon, der heroische Selbstversuch würde noch existieren........... :^^:
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Re: Kelten und Zahnprothesen

Beitragvon Sedocoinios » Mi 11. Jun 2014, 11:05

Da würd ich etwas anderes versuchen... aber ein bekannter von mir studiert Pharmazie... der hat mir, nachdem ich ihm mein Hexenrezeptbuch gezeigt habe, bei fast jeder Zutat gesagt ,daß die Höhe des Wirkstoffes bei Pflanzen von Jahres und sogar Tageszeit und Wetter abhängen kann und wie schwer es dabei ist bei nicht chemisch extrahierten Substanzen die Wirksamkeit zu bestimmen... und häufig liegen wirksame und tödliche dosis hauchnah beieinander... :shock:
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Re: Kelten und Zahnprothesen

Beitragvon Sucher » Mi 11. Jun 2014, 11:48

Es gibt ja die sattsam bekannten Aussagen, dass die und die Pflanze nur bei abnehmendem Mond und in Maiennächten (die Begriffe sind austauschbar) geerntet werden sollten.

Ist es möglich, dass solche Anleitungen als Versuch verstanden werden können, die Ernteparameter so gut wie möglich zu standardisieren? Also im Sinne der Aussagen, die der Bekannte von Samonios getroffen hat?
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Re: Kelten und Zahnprothesen

Beitragvon Werdandi » Mi 11. Jun 2014, 21:24

Nee...oder vielmehr ja schon. Aber wer mit Pflanzen arbeitet weiss, daß 2 nebeneinander wachsende Exemplare unterschiedliche Wirkstoffgehalte haben können. Bei Hustenmitteln ist das mehr oder weniger wurscht.Aber wie Samonios schon sagte, bei psychoaktiven oder "Giftpflanzen" ist das dramatisch. Ich weiss aus einer,für mich, uverlässigen Quelle,daß ein guter Kräuterkundiger das quasi am Geschmack/Geruch erkannt hat. Aber es spielen auch die Parameter des zu Behandelnden eine Rolle. Größe,Alter,Gewicht... wie gut er auf solche Sachen anspricht...Kreislauf, Herzschlag etc...ich bin voll Bewunderung für die Alten , die ,kräuterkundig, sowas wohl eher intuitiv erfasst haben..

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Re: Kelten und Zahnprothesen

Beitragvon Dastan » Do 12. Jun 2014, 14:14

Ja, daß Problem mit der Schwankung der Inhaltsstoffkonzentration ist leidlich bekannt. So Pi mal Daumen kann man sagen, daß der Gehalt in gesunden Pflanzen grob um den Faktor zehn schwanken kann. Eine Pflanze von einem Standort kann also bis zu der zehnfachen Dosis der Wirksubstanz beinhalten, wenn ich zwei arg unterschiedliche Exemplare erwische. Das gerade bei Wirkstoffen von geringer therapeutischer Breite (also geringem Unterschied zwischen therapeutischer und schädigender Dosis) ein große Problem darstellen.

Wie haben das nun die Altvorderen gemacht? Relativ simpel: Da hatte jeder Kräuterkundige "seine" Jagdgründe und hat dann auch "seine" Rezepte für eben die dort gesammelten Pflanzen erprobt und das Wissen um Stelle und Zubereitung an seine Nachfolger weitergegeben. Weiterhin hat man gehörige Mengen gesammelt, getrocknet und das dann absichtlich gut vermischt, damit die Schwankungen zwischen den Einzelpflanzen sich gegenseitig nivellieren. Daher die geheimnisvolle Präzision. Zusätzlich zu modernen Analysesverfahren immernoch Mechanismen die für heute hergestellte Phytotherapeutika angewandt werden, weil sie sich bewährt haben.

Sobald ich den Standort wechsele oder die Umstände sich gravierend ändern (z.B. Bäume werden gerodet die vormals Schatten spendeten) muß ich die Dosen neu einstellen. Ebenso muß ich bei jeder neuen Ernte im kleinen Rahmen nivellieren, da auch über die Jahre durch Wetter und Bodenverarmung (die Pflanzen saugen ihn ja quasi aus) kleinere Schwankungen ergeben.

Fazit: Nicht eine einzelne Pflanze sammeln, sondern einen angemessenen Vorrat, das ganze miteinander mischen. Sich von der Dosis bei jeder neuen Ernte vorsichtig von unten antasten. Wenn ich zwei annähernd gleich-wirksame Drogen zur Auswahl habe, dann nehme man die mit der größeren therapeutischen Breite.
Durch Beimischen der Ernte von mehreren Jahren (wenn was übrig blieb) kann man die Schwankungen noch ein Stückchen mehr stabilisieren. Weg bekommt man sie aber nicht ohne moderne Analyse und Einstellverfahren.
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Re: Kelten und Zahnprothesen

Beitragvon Sedocoinios » Do 12. Jun 2014, 17:33

Guter Punkt Dastan!
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