"germanisches" Recht -was ist überliefert?

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Re: "germanisches" Recht -was ist überliefert?

Beitragvon Sedocoinios » Do 24. Jul 2014, 22:07

Nun zumindest für die alten Iren gab es keine Primogetur sondern es war Erbteilung vorgesehen... wäre interessant dazu etwas über die alten Kelten zu wissen...
"Ich will Zwietracht sähen zwischen den Königen, den Anführern, den tugendhaften Helden und den freien Bauern bis sie sich gegenseitig töten Mann für Mann wenn sie nicht mit mir kommen um mein Fest zu teilen."
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Re: "germanisches" Recht -was ist überliefert?

Beitragvon Werdandi » Di 5. Aug 2014, 10:38

Ein altes, wenn auch heutigentags mit Entsetzen betrachtetes,Recht war das auf Kindsaussetzung. Der Vater (Sippenoberhaupt) entschied ,ob das Kind stark und gesund ist. War dem nicht so,wurde es ausgesetzt. Allerdings nur bis zu dm Zeitpunkt ,an dem es seine erste Nahrung zu sich nahm. Dannach war das nicht mehr möglich.

Anál nathrach, orth’ bháis’s bethad, do chél dénmha
das wyrd schon
Ich bewahre meinen Glauben, bis der Himmel auf mich fällt und mich zerschmettert, bis die Erde sich öffnet und mich verschlingt, bis das Meer über mir zusammenschlägt.
Erst wenn die Drachen wieder frei fliegen ist mein Tun in dieser Welt beendet. Dann kehre ich heim zu Dir um die Fäden des Schicksals neu zu weben.
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Re: "germanisches" Recht -was ist überliefert?

Beitragvon Sedocoinios » Di 5. Aug 2014, 15:25

ein interessantes Recht aus dem walisischen Mittelalter:

die Frau konnte sich scheiden lassen wenn eine von drei Bedingungen zutraf:
1) der Mann war impotent
2) der Mann hatte Mundgeruch
3) der Mann bevorzugte Knaben
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Re: "germanisches" Recht -was ist überliefert?

Beitragvon Schneewoelfin » Di 5. Aug 2014, 17:39

Samonios hat geschrieben:ein interessantes Recht aus dem walisischen Mittelalter


also jetzt steh´ ich voll auf dem Schlauch :? die Waliser zählen doch eindeutig zu den Kelten ... vllt habe ich ja immer noch nicht begriffen um wen/was es in diesem Thread geht ...? :ops:
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Re: "germanisches" Recht -was ist überliefert?

Beitragvon Werdandi » Di 5. Aug 2014, 20:55

Samonios, ähnlich war das auch bei einigen germanischen Völkern. Impotenz und Knabenliebe war auch da ein Scheidungsgrund. Und die Frau ging nicht ohne Vermögen. Sie bekam ihre Mitgift und eineArt entschädigung.

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Re: "germanisches" Recht -was ist überliefert?

Beitragvon Sedocoinios » Mi 6. Aug 2014, 15:21

Interessant... in dem Fall frage ich mich ob wir es mit einer Entlehnung aus angelsächsischem Recht zu tun haben könnten... von den Römern ist mir der gleichen jedenfalls nicht bekannt.

Denn eigentlich waren zumindest die alten Kelten Homosexualität gegenüber soweit offen ,daß teilweise Männer sogar offiziell heiraten konnten... da Ehebruch bei Männern formell als zweite Ehe galt, bei der sie der Frau allerdings Kompensationszahlungen machen mussten (d.h. bei den alten Iren: 1. zahlt die "zweite Frau" der ersten einen Ehrenpreis + 2. Der Mann zahlt seiner "Erstfrau" eine Wiedergutmachung für die Kränkung, in der Höhe des Brautpreises für die neue Frau), hätte ich gedacht ,daß homosexuelle Verbindungen ähnlich gehandhabt wurden,... für Irland konnte ich jedoch nichts äöhnliches finden, und sowohl Galliern als auch mittelalterlichen Iren und Walisern wird eine starke Verbreitung männlicher momosexualität nachgesagt. Weibliche wird in den alten Quelen iwi immer unterschlagen...
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Re: "germanisches" Recht -was ist überliefert?

Beitragvon Werdandi » Sa 9. Aug 2014, 11:42

Homosexualität wurde wohl bei den germanischen Stämmen unterschiedlich gehandhabt. Das ging von Akzeptanz bis hin zum Ausschluss aus der Gemeinschaft. Genaues ist nicht bekannt. Hab dazu auch nur immer Bruchstücke gefunden.

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