Blot & Veitsla

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Blot & Veitsla

Beitragvon Bran » Do 24. Apr 2014, 11:58

Blot & Veitsla

Nicht nur für Festtage sondern auch für persönliche Anliegen wird das Blot abgehalten, ein Opferritual.
Es wird für besondere Anlässe wie Hochzeit, Beerdigung oder aber auch wie früher für den Kriegsfall abgehalten,
persönlich durchaus auch für einen Rechtsstreit, Beistand oder ähnlichem.

Das Blot ist der Weg des Blotenden zum Heil das er gerne gewährt bekommen möchte, er verlässt dabei das Hier & Jetzt und tritt ein in das Heil, eine andere Realität. Wenn dann seine Hamingja, der Anteil seiner Seele, in dem Blot groß genug ist schafft er den eintritt in diese anderen Raum, das Heil. Dann hängt es noch von den Göttern ab ob sie bereit sind den Wünschen des Blotenden nachzukommen, auch hier spielt die Hamingja eine entscheidene Rolle.
Ein Blot voller Heil ist ein Indiz für eine große Hamingja.


Erstmal eine Beschreibung des Blots aus alten Tagen:

Vorweg der Hinweis das die verwendeten Tiere früher sicher vorher ein besseres Leben hatten als die meisten heute und das gerade Opfertiere eine gesonderte Stellung inne hatten und schon im Leben besonders gut behandelt wurden.

Den in den alten Tagen wurden für das Blot ein oder auch mehrere Tiere geopfert, in Kriegszeiten dann wohl auch mal ein Gefangener der Gegner. Ich gehe in meiner Schilderung jetzt aber erstmal von Tieren aus !
Das in Gefäßen aufgefangene Blut des Opfers, auch hlaut genannt, wurde nachdem es den Göttern geweiht wurde unter zuhilfenahme eines Zweiges, dem hlautteinn, auf die Teilnehmer gesprengt. Fand das Blot in einer Methalle oder einem andren Gebäude statt wurden auch die Wände von außen und innen damit besprengt.
Was an Blut übrig blieb wurde über den hoerg oder stallr vergossen, wir würden das wohl heute als Altar bezeichnen.


Mit dem Fleisch des Opfers kommen wir zum nächsten, zum gemütlichen Teil des Festes.

Dem Veitsla der auch Blotveitsla, wie beides zusammen benannt wird.
Das verspeisen des Fleisches der Opfertiere, denn die Gemeinschaft verspeiste nach dem Blot die essbaren Teile der Opfertiere und die Götter bekamen die Haut, die Knochen und den Kopf der Tiere, diese wurden entweder vergraben oder verbrannt.


Doch wie feiert man heute das Blot ?:

Glücklich die Sippe die einen Schlachter mit Lizenz hat. ;)

Nein, es geht auch anders, heute wird dazu vielerorts z.B. das Trankopfer genutzt.
Dabei wird ein Horn meist mit alkoholischen Getränken wie Met oder Bier befüllt, den Göttern geweiht und danach herumgereicht und jeder trinkt einen Schluck davon. Der Rest wird dann in eine Schale gegossen und nun wird in die ein Zweig getaucht und die Teilnehmer werden damit besprengt, auch hier wenn es sich um Räume handelt wo es stattfindet die Wände und der "Altar", der Rest wird auf dem Boden verschüttet, natürlich draußen ! :D

Auch hier brauch man das Veitsla nicht außen vor zu lassen, man bereitet einfach ein leckeres Essen vor, weiht Teile dieses Essens den Göttern, begräbt es in der Erde oder verbrennt es und beginnt dann mit dem gemütlichen Teil, dem Schmausen.
Bran
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