Der Gedanke des Heils

Öffentlich einsehbar! Für unsere germanischen Freunde und ihren rekonstruierten Glauben. Schließlich waren Kelten und Germanen immerschon unzertrennlich.
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Der Gedanke des Heils

Beitragvon Vailos » So 16. Mär 2014, 21:21

Schon seit längerem beschäftigt mich eine Philosophie, die bei vielen germanischen Heiden eine zentrale Rolle in ihrer Vorstellung und Weltsicht spielt - das Heil. Im Grunde kann ich diese sehr gut nachvollziehen, auch im keltischen Kontext. Allerdings habe ich bei uns dieses Umgehen mit sich selber und auch dem, was uns umgibt, noch nicht in der Art ausgeschrieben gefunden.

Vielleicht weiß ja jemand Stellen und Hinweise, die dieser germanischen Sicht entsprechen. Ansonsten, wen dieses Thema auch interessiert, möge sich doch auch mal sehr aufmerksam diese Zeilen, die jemand als Antwort im Forum der Nornirs Aett geschrieben und hervorragend den Heilsgedanken erklärt und zusammengefasst hat, durchlesen.

Und mal seine Meinung dazu äussern.

Heil lässt sich schlecht isoliert beschreiben - aber ein paar erläutende Begriffe hast Du ja auch schon selbst ins Spiel gebracht - "Glück" zum Beispiel...
Um mal etwas weiter auszuholen: Historisch betrachtet war ein Angehöriger der germanischen Stammeskulturen bei weitem nicht ein so individualisiertes Wesen, wie es unsereiner heutzutage ist - sondern empfand sich selbst immer vor dem Hintergrund und in Zusammenhang mit seiner Sippe als zentralem Element.
Soll heißen: Das Heil eines Menschen resultiert(e) aus dem Sippenheil – dessen Verständnis zum Teil auf Beobachtungen bzgl. Vererbung der damaligen Menschen beruhte, lange bevor ein gewisser Erbsenzähler namens Mendelsson die historische Bühne betrat und derlei wissenschaftlich(er) untermauerte.
Im Asatru gibt es den Begriff der "Hamingja", die das personifizierte Glück einer Sippe repräsentiert. Sie verkörpert, was ein Angehöriger an Glück und Vermögen (etwas zu tun) in sich trägt. Glück demgemäß nicht als abstraktes Konzept, sondern als Konsequenz dessen, was als seine "gæfa"/Gabe (auch in der 7ten "Gebo“-Rune repräsentiert) bereits vorhanden ist.
Ich glaube, ein Baum als Metapher für eine Sippe kann das etwas deutlicher machen: Seine verschiedenen Äste mögen sich in ihrer Form bis zu einem gewissen Grad voneinander unterscheiden - aber sie haben doch alle gewisse Charakteristika gemeinsam. Entsprechend mögen die Angehörigen einer Sippe optische und auch charakterlicher Unterschiede haben - aber sie sind doch alle aus demselben Stamm hervorgegangen und haben entsprechend im Kern auch gewisse Wesensmerkmale gemein.

Das Heil und damit das den Menschen innewohnende Glück bzw. ihr Vermögen etwas zu bewirken speist sich aus der immer selben Quelle. Wobei es in der Konsequenz natürlich von Sippe zu Sippe verschieden ist, was der oder die Einzelne vermag.
Ein konkreteres Beispiel aus dem persönlichen Bereich: Mein finnischer Großonkel war ein ziemlich erfolgreicher Ringer. Mir selbst wurde im Lauf meiner früheren sportlichen Karriere mehrfach ein Talent für asiatische Kampfsportarten bescheinigt, was ich im Übrigen auch selbst so wahrgenommen habe. Oder: Ich attestiere mir selbst ein ziemlich gutes Gedächtnis, auch und gerade was Details angeht. Dasselbe stelle ich bei meinem Sohn fest.

Nun kann man sich natürlich die Frage stellen: Was davon ist genetische Vererbung - und was hat vielleicht andere Ursachen. So würde aber "ein Germane" nicht argumentiert haben. Meines Erachtens besteht die Herausforderung heutzutage darin, wissenschaftliche Erkenntnisse der Genetik und "spirituelle" Komponenten als einen Gesamtkomplex zu begreifen; Dass Heil sowohl das eine, als auch das andere zum Inhalt hat – nicht das Eine oder das Andere...
Darüber hinaus - und da sehe ich eher ein Problem - wurde (davon gehe ich zumindest aus) das einer Sippe innewohnende Heil und damit die Talente der Angehörigen einer Sippe schlicht als gegeben angesehen.
In der heutigen individualisierten Zeit ist dieses Bewusstsein nicht mehr wirklch präsent; Entsprechend liegt es quasi in der Verantwortung des/der Einzelnen, sich auf die Suche nach seinen Talenten zu machen. Im Sinne der Ausbildung des Selbstbewusstseins, als auch weil's einfach schade wäre, vorhandene Talente brach liegen zu lassen, weil man nicht weiß, dass man sie hat. Damit meine ich, dass man quasi die Verantwortung hat, seine Gaben zu kultivieren – und demgemäß halte ich es für eine spannende Sache, in der eigenen Familie auf Spurensuche zu gehen.
Im Umkehrschluss wurde damals von einem erfolgreichen Menschen angenommen, dass er wohl Heil in sich trage und dies auch weitergeben könne. Eine alte Segensformel "Tils Ár ok Fridhr" - "für ein gutes Jahr und Frieden" kann man in Zusammenhang mit einem mythischen König Froði betrachten - weil zu dessen Lebzeiten "Froðis Friede" für Sicherheit und gute Ernten synonym war - aufgrund seines Königsheils.

So konnte es auch passieren, dass ein König sein Heil im Rahmen eines mehr oder weniger formalen Aktes sein in ein Unternehmen hinein legte, ohne selbst persönlich daran teilzunehmen - aber als Garant für den Erfolg fungierte. Ich schätze, man muss in diesem Zusammenhang auch das Konzept einer selbsterfüllenden Prophezeiiung mit einbeziehen: Dass der Glaube an wirksames Königsheil auch für optimistischeres Herangehen an ein solches Unternehmen zur Folge hatte...

Und – das mag sich bis hierher alles ein bisschen Licht&Liebe mäßig anhören – aber es gab auch den Begriff der...“úhamingja“(?); das wiederum beschrieb, dass auch Un-Glück einer Sippe anhaften konnte. Man könnte derlei evtl. auch als „Fluch“ bezeichnen – aber da Hamingja nicht in Stein gemeißelt, sondern auch veränderbar ist, kann man es, so meine ich durchaus in Zusammenhang mit familiären Traumata bringen, die bereits Generationen zurückliegen, aber deren
Folgen immer noch nachwirken.
Entsprechend meine ich, liegt es sowohl im ureigensten Interesse als auch in der jeweils eigenen Verantwortung, sich seines (Sippen-)Heils, oder eben Unheils, bewusst zu werden und wo nötig heilsamen Einfluss zu wirken – um im eigenen Sinne, dem eventueller Nachkommen und damit letztlich dem seiner Sippe insgesamt dem Heil wieder auf die Sprünge zu helfen...
Als abschließende persönliche Fußnote: Im Sinne des im Asatru geläufigen „der Toten Nachruhm“ hoffe ich darauf....nein – arbeite ich auch darauf hin, Spuren zu hinterlassen, wenn ich eines Tages diese Welt verlasse; Und dafür muss ich Grundlagen schaffen: Da und dort ein paar Dinge wieder ins Gleichgewicht rücken, die irgendwo in meinem Stammbaum aus dem Ruder gelaufen sind.

In Bezug auf den Einzelnen hoffe ich Dir einen gewissen Aufschluss gegeben zu haben. Was nun Gruppierungen angeht – so begreift sich z.B. die Nornirs Ætt als Heilsgemeinschaft. In dem Sinne, dass ihre Hamingja aus dem erschaffen wird, was jeder und jede Einzelne mit ganz individuellem Hintergrund einbringt; Zusätzlich zu dem, was die Gemeinschaft sich selbst an Struktur gibt, um dem gerecht zu werden.

Die Gottheiten, als ordungsschaffende und -bewahrende Kräfte spielen für den einzelnen Menschen eine recht individuelle Rolle, weil man sich entsprechend eigener Präferenzen zu dieser oder jenem mehr hingezogen fühlt als zu anderen.
Hinsichtlich der Gemeinschaft werden sie auch in o.g. Sinne mit einbezogen; Zum Beispiel Tyr/Ziu als Schirmherr der Rechtssprechung bei Things – oder zu Jul, wenn Freyrs Friede ausgerufen wird und für die Dauer der Rauhnächte aller Streit zu ruhen hat.
Ich denke, sich bewusst im Sinne dieser ordnenden Kräfte zu bewegen schafft Heil...oder vielleicht besser: Es handelt sich um sich gegenseitig bedingende Aspekte derselben Sache.
„Säkulare“ Begriffe hingegen gibt es...zumindest meiner Meinung nach...ansich nicht. Irgendwer hat vor Jahren mal gesagt, Asatru könnten nicht mal eine Flasche Bier aufmachen, ohne daraus ein Ritual zu machen. Ist zwar etwas salopp ausgedrückt – aber im Kern nicht von der Hand zu weisen: Keine Handlung lässt sich völlig aus übergeordneten Zusammenhängen herausgelöst betrachten...als Asatru zumindest nicht; Auch wenn man sich dessen womöglich (noch) nicht bewusst ist...

Und die Auffassung der Existenz des Heils, stammt zwar aus einer Zeit, als Humanismus bestenfalls rudimentär als Teil einer Weltanschauung gegeben war – aber als Kinder unseret Zeit liegt es an uns, inwieweit wir den Heilsbegriff entsprechend adaptieren.
Ich persönlich bin zum Beispiel ausgebildeter Physiotherapeut und habe gut 15 Jahre Erfahrung in praktiziertem Schamanismus.In den letzten Monaten habe ich mich aus persönlichen Gründen zwar dagegen gesträubt – aber im Zuge einer Neu-Positionierung komme ich zu dem Schluss, dass ich nunmal gut bin darin – Heil habe, um beim Thema zu bleiben. Entsprechend wäre es Vergeudung...oder nach meinem Empfinden schlicht verantwortunglos, dem nicht Rechnung zu tragen. Und speziell diese Bereiche können nun mal nur in der Interaktion mit
anderen stattfinden – also als Ausdruck von Solidarität oder Wohlfahrt in erweitertem Sinne, wenn Du so willst.
Ich denke, „Heil“ ist eines der Kernkonzepte im Asatru – und ich habe Zweifel, dass es da überhaupt konkrete Grenzen gibt...

Als determiniert im Sinne von schicksalhaft vorherbestimmt möchte ich es allerdings nicht verstanden wissen. "Unser Schicksal liegt in der Vergangenheit" sag ich gerne - im oder bei "Urd"....womit wir dann schon bei den Nornen wären - die bei der Frage nach dem Heil ebenfalls eine Rolle spielen. Gemäß Deinen weiteren Schlussfolgerungen kann ich nur wiederholen, was ich eingangs schrieb: "Heil" ist nicht so einfach, geschweige denn vollständig zu umschreiben - jedenfalls von mir nicht. Ich denke, psychologische Aspekte spielen bei der Auslegung durchaus eine Rolle, aber sie sind nicht der Kern der Sache. Zumindest ist es nichts, was im luftleeren Raum stattfindet oder auf ein Individuum beschränkt ist, wie Du auch schon richtig festgestellt hast.

Es gibt ein Sprichwort bei irgendeinem afrikanischem Stamm: "Wir stehen auf den Schultern unserer Ahnen". Ich fasse das so auf, das wie sind wer wir sind durch das familiäre Umfeld aus dem wir kommen - im Guten wie im Schlechten – und "familiär" im Sinne einer Ahnenreihe, der wir entstammen. Unser Heil ist quasi das "Netto" das wir sind - verkörpern und durch unser Handeln quasi weitergeben - oder in Etwas hineingeben...zum Beispiel eine Gemeinschaft.
Der Unterschied zu anderen Gruppierungen ist vermutlich einfach der bewusste(re) Umgang damit. Und - durch die Frage nach dem Heil wird vielleicht auch verständlicher, warum der Ahnenkult im Asatru eine wesentliche Rolle einnimmt. Das können auch "geistige" Ahnen sein, wenn man sie als Faktoren,
die unser Wesen geprägt haben auffasst.
Unterm Strich kommt es darauf an, wie wir mit dem was wir sind und haben umgehen – das familiäre Heil und damit unser eigenes stärken, indem wir "Störfaktoren" angehen und möglichst beseitigen. Wie ein Pool, den wir sauber zu halten versuchen, damit alle was davon haben. Unsere Ahnen, wir, unsere Kinder - unsere Gemeinschaft(en).
Die Sicht, die wir auf die Kelten haben, sagt mehr über uns aus, als über die Kelten selbst.


Ich bin glücklich. So einfach ist das.
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Re: Der Gedanke des Heils

Beitragvon Sucher » So 16. Mär 2014, 21:40

Langer Rede kurzer Sinn:

Wir finden in dieser Ausarbeitung eine gute Bestätigung unseres "Touta-Prinzipes". Toutas werden unser Überleben bewirken.


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Re: Der Gedanke des Heils

Beitragvon Sedocoinios » Mo 17. Mär 2014, 06:53

Naja Wörter für soetwas wie Heil gab es ja... Slania/Slaine hieß ja mehr als nur Gesundheit...
Rath/Rat bedeutet Glück,Gabe oder Gnade und auch Heil...boudo/budd/buaid bedeutet auch nicht nur Sieg oder Beute sondern auch Heil und Fülle.

Was genau die Kelten unter diesen Konzepten verstanden haben und wie sie fuktionierten wissen wir natürlich dadurch noch nicht... da müsste man sich nochmal hinsetzen und die Quellen durchpflügen, sowas ham wir ja auch schon länger nicht mehr gemacht ;)
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Re: Der Gedanke des Heils

Beitragvon dogsoldier » Di 18. Mär 2014, 16:51

Vailos hat geschrieben:Schon seit längerem beschäftigt mich eine Philosophie, die bei vielen germanischen Heiden eine zentrale Rolle in ihrer Vorstellung und Weltsicht spielt ,


Und genau das bezweifle ich, bzw. weiß das es nicht so ist. Die Allermeisten kennen Grönbechs Ausführungen nicht einmal, insofern.......Ich persönlich halte seine Ausführungen, wenn auch etwas älter und manchmal mißbraucht, für grundlegend und versuche mein Denken und Handeln danach auszurichten. Die Kunst daran ist alles in die moderne Zeit zu transportieren und anzuwenden, eine ganz persönliche Sache manchmal.. :? :roll: :geek: :nutty: :grumble: :wallbash: :^^: , das selbe gilt auch für das Hagakure, wenn man es aus einem anderen Blickwinkel sieht..

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Re: Der Gedanke des Heils

Beitragvon Sucher » Di 18. Mär 2014, 19:07

Samonios hat geschrieben:
Was genau die Kelten unter diesen Konzepten verstanden haben und wie sie fuktionierten wissen wir natürlich dadurch noch nicht... da müsste man sich nochmal hinsetzen und die Quellen durchpflügen, sowas ham wir ja auch schon länger nicht mehr gemacht ;)




Stimmt, Freund Samonios. Das wäre allerdings ein guter Grund, oder?

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Re: Der Gedanke des Heils

Beitragvon dogsoldier » Di 18. Mär 2014, 20:11

Sucher hat geschrieben:Toutas werden unser Überleben bewirken.

Buchempfehlung meinerseits:
Vine Deloria "Nur Stämme werden überleben" http://www.amazon.de/St%C3%A4mme-werden-%C3%BCberleben-Claus-Biegert/dp/388977427X/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1395169724&sr=1-3&keywords=vine+deloria. Etwas verstaubt aber gut..

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Re: Der Gedanke des Heils

Beitragvon Sedocoinios » Di 18. Mär 2014, 22:02

hmm...

die Diskussion geht mir hier in eine seltsame Richtung... ihr wisst schon ,daß ein keltischer Stamm in der antike ein moderner Indianerstamm und eine Celtoiu Touta drei komplett verschiedene Dinge sind?

whom fairy women suckled on the breasts of good fortune


The mighty balk ... great (and) good under roofs of fortune,


CONOR, the son of Nessa, lay one night in his sleep, and as he lay he saw a vision, for there came to him a lady in the bloom of her youth, fair in form and in semblance. “Good is my greeting,” said that lady. “Is it in very truth a good greeting?” said Conor. “What meaneth the vision?" said he. “Honour and good fortune await thee,” she answered. “And what then,” said Conor, “hath the future allotted to me?” “The men of Ireland shall seek thee out,” said the dame, “and thy women, thy sons, thy daughters, and thy cattle shall be carried off by Maev and by Alill, and the crafty counsel of Fergus shall aid them.” “When is the time,” said Conor, “when they shall start for this raid?" “Upon a night,” said she, “that is from this night distant by seven years, shall the White One lay waste the land of Cualgne for the sake of that Dark One that cometh from Cualgne, in the pursuit of whom shall this onslaught on thy people be made.” “No liking,” said Conor, “have I for any such deed as this of which thou hast spoken.” “But ere that day cometh,” said she, “a glorious deed is there for thee to do. Upon the outer marches of thy kingdom is Mani Morgor, the son of Alill; three times fifty is the number of the warriors with him, and in Glen Geirg near to thee is he now, for his wedding with the daughter of Gerg is he come: the name of the maiden is Ferb. Thither hie thee against him; for to-morrow at the ninth hour shall the banquet be spread.” “What,” said Conor, “is the number of the warriors whom I should take?” “Gather together three huiidred fighting men,” said she; and she went away from his side, and she removed herself out of his sight. In the morning Conor awoke, and to Mumain Aiten­chaitrech, his queen, he told the tale he had heard. “If thou wouldest hearken to me,” said she, “thou wouldest not go—enough cause of strife is there already for our folk and for them.” “By the road that we take for our raid,’ answered Conor, “shall I surely return.” “Well then,” said she, “depart on the path that thou seekest.”


Gaul had gathered fresh courage from the belief that the fortunes of our armies had been everywhere disastrous; for a report was rife that our winter camps in Mœsia and Pannonia were hemmed in by the Sarmatians and Dacians.


Actually the poet who had recited the poetic composition was one of the two captives whom Corc had protected from the Leinstermen. Then he put both his arms around him. “It were indeed fitting for us,” he said, “to welcome you. Who,” said he, “saw to your advantage by means of the Ogham writing which is on your shield?’ It was not good fortune that it indicated.”

“What is on it?” said Corc.

“This is on it: If it be during the day that you might go to Feradach, your head is to be removed before it were evening. If it be in the night, your bead is to be removed before it were morning. Not thus will it be.”


Now know that he to whom God grants this fortune will be the wealthiest man in the world and of more substance than any other in the land of Britain save only King Arthur. And for this reason Sir Melian de Lis goes there for he has loved her for a long time and wishes to bring it about, if he is victorious in the tourney, that he may have the damsel for wife.


For there are ten things which extinguish the injustice of every ruler. (Beware that you do not do it, beware of everything, O rulers.) Announce from me the ten: rule and worth, fame and victory, progeny and kindred, peace and long life, good fortune an d tribes.


‘May you never have luck nor fortune,’ said Léithin. ‘I have none, but I am as I was when I was departing, except all my weariness from all the journeyings and wanderings which you contrive to get me to take, without my getting anything great or small of profit or advantage out of you,’ and with that she gave a greedy venomous drive of her beak at the bird, so that she had like to make a prey (?) and flesh-torn spoil of it, with vexation at all the evil and misery she had experienced going to Kildare, so that the bird screeched out loudly and pitifully and miserably.


"Oh, accursed Peredur, little pity has my ill fortune ever met with from thee."


They will be honoured until judgment: prosperity will attend them.
Two tenacious chiefs; profound their counsel.
Two that will overcome the Saxons, with the aid of the Lord.
Two generous ones, two treasurers of a merchant’s country.
Two fearless ones, ready, of one fortune, of one faith.
Two exalters of Prydein of bright armies.
Two bears do not know shame barking daily.
Druids foretell what great things will happen.


mighty would have been the aid that Donnell would have lent to his foster-brother had it been his fortune to come hither while Mani was yet in life


The sons of Míl had colloquy with Banba in Sliab Mis. Said Banba unto them: If it be to take Ireland ye have come, not right were the good-fortune in which ye have come.


'Twas yesterday week
I last saw Finn;
Ne'er did I see
A braver man;
Teige's daughter's son,
A powerful king;
My fortune, my light,
My mind's whole might,
Both poet and chief.
Braver than kings,
Firm chief of the Feinn.


Good was the king, a choice of a prince by whom an hundred cruel battles were broken; along with the fifty, with fortune, which he broke against the men of Alba.


Then I wrought sharply with my sword around me, and came by virtue of my fortune and of my valor to Bruiden Chaorthainn, and brought those beads with me.


wir haben da römische und christliche Vorstellungen.Gibt es eine andere Übersetzung von Heil als "Fortuna" ?
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Re: Der Gedanke des Heils

Beitragvon Sedocoinios » Di 18. Mär 2014, 22:17

noch interessante Zusammenhänge gefunden... Die Kelten hatten ein Wort das mit dem germanischen Wort "Heil" eng verwandt war...

Cailo-
coel,Coil - Vorzeichen
cēl ,- W€ahrsagung

interessanter weise wird altnordisch heill in frühen texten ebenfalls als Auspice, Omen übersetzt...

oder aber
*holio- > OIr (h)uile `ganz, all', Cymr (h)oll `ganz, all', Corn oll `ganz, all', Bret (h)oll `ganz, all'

beides wäre möglich. Sagt uns das etwas?

ist garnicht so leicht dieses "Heilsding"

die nornirs aett hat sich auch mal darüber Gedanken gemacht:
http://www.nornirsaett.de/heil-2/

schlauer werd ich dadurch auch net...
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Re: Der Gedanke des Heils

Beitragvon Sucher » Mi 19. Mär 2014, 08:25

Genug Stoff, um zu grübeln......

Danke einstweilen. Interessant aber, wie Begriffe sich im Lauf von Jahrtausenden wandeln. Da wir aber mit unserem Wissen und unserer Prägung von heute an diese Begriffe herangehen, müssen wir uns ständig selbst deswegen ermahnen.

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Re: Der Gedanke des Heils

Beitragvon Sirona » Mi 19. Mär 2014, 10:28

Samonios hat geschrieben:
oder aber
*holio- > OIr (h)uile `ganz, all', Cymr (h)oll `ganz, all', Corn oll `ganz, all', Bret (h)oll `ganz, all'

beides wäre möglich...


Spontan fällt mir zum Begriff "holio" ein, das es um in gute Beziehungen mit anderen zu treten eine gute Beziehung zu sich selbst braucht. Die Bedeutung von holio als "ganz, all" könnte ich in einem heutigen Sinne als "selbst ganz sein", "heil sein" interpretieren. Oder weiter gefasst, wenn die einzelne Person in einem guten und gefestigten Kontakt zu sich selber lebt kann sie heilsam in einer Gruppe wirken und in Wechselwirkung Heil durch die Gruppe selbst erfahren.
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