Mythen und ihr Kern : Riesen

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Re: Mythen und ihr Kern : Riesen

Beitragvon Sirona » Fr 6. Dez 2013, 19:26

Nein, ich kenne das Buch leider nicht. Ich weiß jetzt nicht, ob es Dir viel Mühe macht kurz auf diese Kritik des Autors zu den Begriffen einzugehen, das ich es besser nachvollziehen kann?
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Re: Mythen und ihr Kern : Riesen

Beitragvon Sedocoinios » So 8. Dez 2013, 20:01

Verkürzt sagt der Autor ,daß Animismus, Totemismus, Fetischismus, Schamanismus Begriffe sind die von westlichen Kulturforschern geprägt wurden und an der Wirklichkeit von Vielgötterreligionen vorbeigehen, ebenso wie die Unterscheidung von Henotheismus, Polytheismus und Pantheismus, da in fast allen Vielgötterreligionen Gegenstandsbeseeltheit (Fetischismus), Tiergeister (Totemismus) und Naturbeseeltheit (Animismus) vorhanden sind und viele polytheismen pantheistische Tendenzen bzw. pan/Monotheistische Religionen polytheistische Tendenzen aufweisen.

Die Begriffe Animismus, Totemismus und Schamanismus widerum waren ursprünglich dazu gedacht die afrikanischen Naturreligionen (Animismus), indianischen Naturrligionen (Totemismus) und Nordasiatischen Naturreligionen (Schamanismus) unter Oberbegriffe zu packen, dabei hat man einzelne Begriffe dieser Religionen wie den Totem oder den Schamanen rausgesucht und dann später festgestellt ,daß es totemartige Vorstellungen, animistische Vorstellungen, fetischistische Vorstellungen und schamanoide Elemente fast überall irgendwie gibt, wodurch diese Begriffe eigentlich ihren Sinngehalt verlieren... besondern den Begriff des Animismus scheint der Autor zu kritisieren da er ihn für fast universell hält...
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Re: Mythen und ihr Kern : Riesen

Beitragvon Sirona » Di 10. Dez 2013, 23:12

Ok, vielen Dank! (Ich weiß aber ehrlicherweise nicht, ob ich das alles richtig verstanden habe.)

In allen Wissenschaftsdiziplinen, die mit den oben genannten Begriffen umgehen, ist man sich m.M. kritisch bewußt, das bes. der Begriff Animismus ein sehr komplexes Phänomen umfasst, das durch diesen einzelnen Begriff auch nur mangelhaft beschrieben wird. Aber weil man wohl keinen besseren hat, erstmal weiterbenutzt.

Zudem werden ja nicht mehr wie in Kolonialzeiten andere Kulturen als das entgegengesetzt "andere", "wilde", "primitive" betrachtet sondern vergleichend also wie sich der Mensch generell zu Kultur verhält und welche grundlegenden Gemeinsamkeiten es für alle Menschen gibt.
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