Mythen und ihr Kern: Drachen

Öffentlich einsehbar! Für unsere germanischen Freunde und ihren rekonstruierten Glauben. Schließlich waren Kelten und Germanen immerschon unzertrennlich.
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Sucher » Di 12. Nov 2013, 18:45

Diese Umwidmung uralter Heiliger Plätze würde mich überhaupt nicht erstaunen.

Dort, wo meine Hunde hinpinkeln, haben bereits andere Hunde hingepinkelt...... :^^:
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Sedocoinios » Di 12. Nov 2013, 18:52

So siehts aus. Bath - schon in Stein- und Bronzezeit bekannt, Stonehenge - in Steinzeit erbaut und wahrscheinlich bis Eisenzeit benutzt.

Wir haben das ja in Köln schön deutlich gesehen wie sich scheinbar zufällig immerwieder Parallellen finden... der Dom am ahemaligen Mithrastempel, die Kirche am ehemaligen Isistempel - und davor ein Bild von Maria als Himmelskönigin!
"Ich will Zwietracht sähen zwischen den Königen, den Anführern, den tugendhaften Helden und den freien Bauern bis sie sich gegenseitig töten Mann für Mann wenn sie nicht mit mir kommen um mein Fest zu teilen."
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Sucher » Di 12. Nov 2013, 19:43

Ja, es ist überwältigend, wie hartnäckig sich Glauben jedweder Couleur über die Jahrtausende hinweg an ganz bestimmten Orten hält. Deine damalige Führung durch Köln war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, welches mir für immer im Gedächtnis haften bleiben wird.
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Werdandi » Fr 15. Nov 2013, 12:09

Naja, wenn "Drache" für die keltischen Plätze galt, was ist dann mit den germanischen Drachen? Die weiter nördlichen Völker hatten heilige Haine, Bäume, Seen. Dort sind aber keine Kirchen gebaut.
Die Umwindung findet sich in der Mitgardschlange. Diese zieht sozusagen die Grenze der "bekannten" Welt. Alles dahinter ist unbekannter "Abgrund".
Diese Weltenschlangen finden sich auch in vielen Mythen wieder, nicht nur in Europa.
Die Azteken (glaube ich) hatten die auch. Sie stieg zu bestimmten Zeiten von der heiligen Pyramide herab, war gefiedert und ich meine auch mit Flügeln.

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Erst wenn die Drachen wieder frei fliegen ist mein Tun in dieser Welt beendet. Dann kehre ich heim zu Dir um die Fäden des Schicksals neu zu weben.
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Sedocoinios » Fr 15. Nov 2013, 13:55

Ich glaube nicht ,daß bei der Christianisierung ein Unterschied zwischen ehemals "keltisch" und ehemals "germanischgläubig" gemacht wurde...

Sich solche (oder andere absurde) "Konfessionen" aufzuerlegen ist doch eher ein Phänomen des Neuheidentums.

Ich weiss recht wenig über die mesopotamischen Drachen, die mir anders zu sein scheinen als die europäischen, zumindest sind die chinesischen Drachen anders konnotiert. Über die indianischen kann ich so momentan nichts sagen, müsst ich mich mal reinlesen...
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Werdandi » Fr 15. Nov 2013, 15:03

Nee, so meinte ich das auch nicht. Nicht im Sinne von Unterscheidung, was die Christianisierung betrifft. Nur weil Michael schrieb, wie der Zusammenhang zwischen keltisch und Drache ist. Daher die Frage nach den germanischen Stätten.

Die fernöstlichen Drachen sind eher "gute Wesen" also nicht so mit negativ-Aspekten behangen, wie die späteren europäischen Drachen. Sie stellen wohl auch eher Naturgewalten dar. Wind, Sturm, Regen, Wolken etc. Grundsätzlich gelten sie wohl als Glücksbringer und höchste himmlische Wesen. So hab ich das verstanden.

Der wiki-Artikel ist recht gut geschrieben, finde ich .
Hier wird der Gott Marduk als Reichsgott Babylons erwähnt dessen Tier ein Drache ist.
Was ich auch noch spannend finde, ist der kurz angerissene Schöpfungsmythos der Welt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Babylonische_Religion

Das ist auch eine ganz nette Information dazu..
http://books.google.de/books?id=1MWjkDo ... en&f=false

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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Artheduin » Sa 16. Nov 2013, 07:14

Werdandi hat geschrieben:Die Azteken (glaube ich) hatten die auch. Sie stieg zu bestimmten Zeiten von der heiligen Pyramide herab, war gefiedert und ich meine auch mit Flügeln.
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Werdandi » Sa 16. Nov 2013, 07:46

Jepp. Genau den.. ich kann mir nie merken wie man den schreibt ;)

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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Sucher » Sa 23. Nov 2013, 20:29

Ich bin mir sicher, dass die hier im Südwesten einströmenden Germanen (ihr wisst, dass ich da keinen großartigen Unterschied zwischen "Germanen" und "Kelten" mache [heiße ich etwas G. J. Caesar?]) die selben erhabenen Orte zum Spähen und zum Zeremonien abhalten nutzten, wie die Vorgänger und deren Vorgänger und die Vorgänger dieser Vorgänger.....

Deswegen haben alle diese später christlichen Stätten die selbe Karriere hinter sich. Wenn wir in das Gebiet im Norden, Osten und Nordosten schauen, welches vom Deutschorden "christianisiert" wurde, dann werden wir dort ähnliche Verhältnisse finden, wie sonstwo.
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Sirona » Di 26. Nov 2013, 00:33

Um nochmal das Motiv Drachentötung in der christlichen Mythologie aufzugreifen, gibt es auch in den vorchristlichen europäischen Mythen Darstellungen solcher Kämpfe zwischen Menschen und mythischen Schlangen. Sie wurden hier schon genannt. Wie Thor und die Midgartschlange, die er erschlägt, und besonders die Griechen und ihre Götter und Helden, die zig Schlangen erdrosseln, erschlagen oder enthaupten. Wenn also Drache und christliche Heilige für die Verdrängung des "Heidentums" stehen sollten wie hier bereits vermutet, dann drücken vllt einige solcher Mythengruppen im besonderen Veränderungen von Ordnungen aus und begleiten die Menschen schon als ein sehr altes Symbol.

Das häuten von Schlangen und vorallem wie sie im davor und danach aussehen! (eine Schlange, die sich häutet ist eher matt aber nach der Häutung viel klarsichtiger) wurde mit Sicherheit als Symbolik für Erneuerung in Beziehung gebracht. Also das dies in den Mythen aufgeriffen wurde um Veränderungen von Ordnungen auszudrücken und zu ver-sinn-bild-lichen und das die Schlange damit gleichzeitig Träger von alter und neuer Ordnung zugleich ist.

Neben der Sauriertheorie, finde ich trotzdem die symbolische Verschmelzung von Tieren zum mythischen Drachen nicht abwegig. Wie immer der Mensch, das auch macht... Gerade weil sie in Mythen vorkommen und somit auch Symbolschöpfung sind. Ich habe mal gelesen, das es sehr alte Darstellungen von Schlangen und Vögeln gemeinsam gibt. Quasi als Himmels- und Erdentiere. Bis zur gefiederten Schlange wäre es dann nicht weit und somit auch nicht zu den Drachen. (Ich muss aber auch schreiben jetzt keine Beispiele solcher Darstellungen zuhaben. Vllt weiß wer was dazu?)

Menschen sind von Natur aus symbolschöpfende Wesen und die Natur ist dabei immer schon unverzichtbares Material gewesen. Der Kulturantropologe Lewis-Strauß über dessen Arbeiten ich im Moment in einem anderen Zusammenhang lese spricht in diesem Sinne auch vom Menschen als homo symbolicus.
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