Mythen und ihr Kern: Drachen

Öffentlich einsehbar! Für unsere germanischen Freunde und ihren rekonstruierten Glauben. Schließlich waren Kelten und Germanen immerschon unzertrennlich.
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Vailos » Di 12. Nov 2013, 10:27

Von der letzten Theorie, dass Menschen u.U. noch zusammen mit Sauriern die Erde teilten, halte ich persönlich nicht so viel. Dem steht mein laienhaftes Wissen über die Entstehung der Menschen schon alleine zeittechnisch entgegen.

Von der Theorie, dass auch schon in Urzeiten Menschen Saurierskelette fanden und sich natürlich Bilder über diese Wesen machten, habe ich auch schon gehört. Und finde sie auch recht schlüssig.
Die Sicht, die wir auf die Kelten haben, sagt mehr über uns aus, als über die Kelten selbst.


Ich bin glücklich. So einfach ist das.
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Artheduin » Di 12. Nov 2013, 16:20

Sucher hat geschrieben: ..............Badischen Neuesten Nachrichten. Dabei würde sich der Vogel Greif für dieses tiefschschwarze Blatt in Grund und Boden schämen.....

Da fehlt halt ein neuer Friedrich Hecker als Redakteur! ;)
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Sedocoinios » Di 12. Nov 2013, 17:04

Naja, ich würde trotzdem nocheinmal gerne das Thema auf die "Alten Drachen" lenken d.h. die "Mythologisch erhöhten Schlangen"...

Die späteren Drachen waren IMHO u.a. so beliebt weil sich in den "Neuen Drachen" Hybridkreaturen fanden anstatt "nur" Schlangen... der bekannteste Drache des Christentums ist ja Der Leviathan, auch eine Schlange, die Bibel nennt auch den Teufel Satan als Schlange. Der Teufel ist auch gemeint wenn der Kampf des Hl. Michael gegen den Drachen dargestellt wurde.
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Werdandi » Di 12. Nov 2013, 17:41

Ja. Danke. Dieses Motiv findet sich oft in der christlichen Heiligendarstellung.. Zumeist bei Michael und Georg, wenn ich mich recht entsinne. Schlangentöter = Teufelsaustreiber würde ich jetzt mal so sagen.
Aber warum so viel Angst vor der Schlange? Was ist dahinter der tiefe Sinn? Bär, Löwe , Wolf, Tiger. Krokodil, weiss ich was sind auch gefährliche Tiere.. wieso gerade die Schlange ? In vorchristlicher Zeit da gab es ja diese Assoziation mit "Teufel" noch garnicht...

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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Sedocoinios » Di 12. Nov 2013, 18:05

Nein, die vorchristlichen Drachen sind meist erdgeborene dämonische Wesen... Typhon, verstoßener ein Gott oder Titan, Ladon ein Dämon oder Götter/Titanenkind, Hydra,Python, ebenso, ...

die germanischen Drachen: Midgarsomr - eine Riesin oder Lokitochter, Nidhögg - vermutlich ebenfalls ein Riese, Fafnir, ein Riese...

allesamt eher bedrohliche Erdkreaturen (Abstammung von Gaia oder den Thursen).

Georg kämpfte auch gegen einen Drachen- richtig! Interessante Sage...


lasst uns einmal zu den "keltischen" Drachen übergehen...

Schlagen kennen wir von den alten Kelten zur genüge: Cernunnos' Widderhornschlange, Sirons's Schlange, Smertrios Schlange, Vitris, ein unbekannter Kriegsgott mit Widderhornschlangen...

in der walisischen und irischen Sage sind die Drachen verwandelte Götter oder Riesen, Rucht und Friuch oder Nyniaw und Peibaw... Mechi der Sohn Morrigans trug drei Schlangen in seinem Herzen..., Conall Cernachs Schlange/Drache bewacht eine feindliche Burg...

auch hier scheint es sich um Wesen göttlich/riesischer Abkunft zu handeln.

Speziell aber fällt mir hier im keltischen Bereich eine mögliche Beziehung zur Vorstellung der Verwandlung/Wiedergeburt ein, da Schlangen sich häuten...

naja, jedenfalls gab es in Skandinavien Schlangen und zwar nicht in Irland aber dafür im nahen Schottland und Wales. In Griechenland und Italien sowieso...
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Sucher » Di 12. Nov 2013, 18:12

Georg und Michael haben beide Drachen bekämpft und besiegt.
Viele christliche Kapellen und Kirchen sind Georg oder Michael geweiht.
Unter fast allen Georg oder Michael geweihten christlichen Sakralbauten finden sich alte keltische Heilige Stätten.

Welchen Zusammenhang gibt es also zwischen den Drachen und dem keltischen Glauben?
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Sedocoinios » Di 12. Nov 2013, 18:15

Vermutlich den ,daß der Drache in diesem Fall das Heidentum symbolisiert, den alten Dämonenkult der von Georg und Michael besiegt wurde?
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Sucher » Di 12. Nov 2013, 18:25

Das kann ich auch so sehen, Samonios.

Dann aber wäre der Begriff "Drache" kein wirkliches Wesen (Schlange, Saurier usw.), sondern vielmehr ein Synonym für den alten keltischen Glauben. Also die anderslautende Beschreibung eines Begriffes, dessen Verwendung streng verboten war?
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Artheduin » Di 12. Nov 2013, 18:33

Sucher hat geschrieben:Georg und Michael haben beide Drachen bekämpft und besiegt.
Viele christliche Kapellen und Kirchen sind Georg oder Michael geweiht.
Unter fast allen Georg oder Michael geweihten christlichen Sakralbauten finden sich alte keltische Heilige Stätten.

Welchen Zusammenhang gibt es also zwischen den Drachen und dem keltischen Glauben?

Eine interessante Frage! Wenn die frühe christliche Kirche diese heiligen Plätze okkupiert und ihren Sakralbauten die beiden "Drachen-Heilgen" als Schutzpatrone (oder einer davon) beifügt, dann gibt es sicher hier (auch von der Frühkirche erkannte) Zusammenhänge.
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Re: Mythen und ihr Kern: Drachen

Beitragvon Sedocoinios » Di 12. Nov 2013, 18:37

Sowas hat man ja immerschon gemacht, die Hagia Sophia wurde angeblich auf einem asiatischen Heiligtum erbaut, heute ist sie eine Moschee...

IIRC waren zumindest einige keltische Heiligtümer schon in vorkeltischer Zeit in Gebrauch, ein Indiz dafür daß bereits die Kelten es so handhabten auf alten Religionen neue zu errichten?
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