Einzug der Wintergeister/Andreasnacht

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Re: Einzug der Wintergeister/Andreasnacht

Beitragvon Schneewoelfin » Di 1. Dez 2015, 20:26

ja, sicher, Vailos,aber so, wie ich Sirona will das ja paganisieren und nicht historisch betrachten, bzw habe ich sie so verstanden, dass sie eben dazu Interpretationen und Inspirationen sucht.
da ich mir in diesem Punkt nicht so ganz sicher war, hatte ich ja nachgefragt ;)

zum Mummenschanz steht etwas in edem von mir dazu verlinkten Artikel.... vllt könnte man ja, wenn man´s historisch wissen mag, Raimnd Karl dazu befragen, wenn er noch im Celtic Cafe aktiv ist (war da seit Ro´s Übergang in die Anderswelt nicht mehr...)

LG Schneewölfin
In caverns deep the old Gods sleep;
but the trees still know their Lord,
and its the Pipes of Pan which call the tune,
in the twilight in the wood.
The leaves they dance to the Goat Gods tune,
and the oak tree dreams of a God with horns,
and knows no other king ! by Vivianne Crowley
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Re: Einzug der Wintergeister/Andreasnacht

Beitragvon Werdandi » Fr 4. Dez 2015, 12:19

Die Aussage,daß bei den germanischen Völkern soetwas wie die Anderswelt nicht existiert,stimmt nur zum Teil. Immer wieder werden in den Mythen Tote "besucht" und herbeigebeten. Immer wieder werden also Ahnen ,zu bestimmten Zeiten, dicht an das "Hier " herangeholt. Helden aus den Gräber, Götter(Balder z.B.) aus der Halle der Hel.Seherinnen aus ihren Gräbern. So ruft auch Brunhild Siegfried von den Toten.
Anderes Beispiel die sogenannte Waberlohe. Sie ist die Demarkationslinie zwische zwei ,bzw drei Welten.
Mag sein, daß die germanischen Völker keine Anderswelt im keltischen Sinn haben.Aber so ziemlich genau 9 Welten, die zu besonderen Zeiten oder von besonderen Wesen(nicht nur Menschen ;) ) bereist werden (können) .

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Re: Einzug der Wintergeister/Andreasnacht

Beitragvon Sucher » Fr 4. Dez 2015, 13:40

Guter Hinweis, Werdandi.

Danke.
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Re: Einzug der Wintergeister/Andreasnacht

Beitragvon Sirona » So 6. Dez 2015, 14:56

Sehe ich auch so Werdandi.

Suchers Anregung fand ich sehr schön. Allerdings war es hier zu windig um gefahrlos ein Feuer zumachen. Aber gerade diese stürmische Wetterlage hat mich mit Respekt vor den Wintergeistern erfüllt. Wir haben ihnen eine Schale Wein und Brot geopfert.

Stellvertretend habe ich die Cailleach(s) und die walisische Ceridwen angesprochen. Sie scheinen schon einen Bezug zum Winter zuhaben. Festlandkeltisch bin ich nicht fündig geworden.

Im süddeutschen Raum findet sich wenn noch die Holle. Vllt kann Werdandi was dazu sagen? Was das Thema Volksbrauchtum und vorchristliche Wurzeln angeht, beschäftigen sich auch andere damit. Finde ich gerade spannend was sich hier bewegt. Einmal gibt es einen sehr schönen und interessanten Text von Amalar. Er greift dieses Thema mit auf in einem Verständnis, das ich ebenfalls zunehmend teile. http://heidenstammtisch-trier.de/warum- ... uar-nenne/

Ebenso findet sich ein schöner Bericht bei Ishtar vom Sternenkreis. Sie hat interessantes zum Barbarabrauchtum herausgefunden zudem ich vor kurzem recherchiert habe. Bei Interesse findet ihr den Text hier auf ihrer Seite. (Einer sehr informativen Seite zum ADF, wie ich finde) http://www.sternenkreis.de/index.php/ja ... goettinnen

Vor ein paar Tagen habe ich mir auch ein paar Obstbaumzweige geschnitten. Alles war in Nebel gehüllt - Gang in die Anderwelt. ;) Sie stehen jetzt im warmen, dunklen Heizungskeller. Vllt blühen sie ja bis Wintersonnenwende.
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Re: Einzug der Wintergeister/Andreasnacht

Beitragvon Sucher » So 6. Dez 2015, 17:07

Brunnen, Quellen und ähnliche Wasserstellen stellen in Sagen und Märchen ja öfters einen Eingang zur Anderswelt dar. Zum Teil gibt es auch den Volksglauben, dass über diese Pforten Kinder auf die diesseitige Welt kämen.

Jedenfalls kommt es in Märchen und Sagen vor, dass jemand, der in einen Brunnen springt oder steigt, bei Frau Holle herauskommt. Insofern kommt Frau Holle eine sehr wichtige Bedeutung zu.

Ich habe mir überlegt, an einer Wohnzimmerwand einen "Jahreszeit-Rahmen" anzubringen und jahreszeitengerecht zu füllen. Aktuell könnten das Tannenzweige oder solche vom Stechapfel sein. Im Frühling könnten Primeln diesen Rahmen füllen und im Sommer vielleicht Getreidehalme und Feldblumen. Und für den Herbst kämen bunte Blätter in Frage.
So käme eintypischer Bestandteil des derzeitigen "Draußen" nach "Drinnen" und würde eine Verbindung zwischen Wohnbereich und Landschaft herstellen.

Mal sehen.
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Re: Einzug der Wintergeister/Andreasnacht

Beitragvon Sirona » Sa 19. Mär 2016, 13:52

Das mit meinen Obstbaumzweigen hat gar nicht geklappt. Aber die Birkenzweige, die ich zu Imbolc geschnitten habe, zeigen erste Blättchen. ^^
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