Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit

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Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit

Beitragvon Vailos » So 20. Sep 2015, 19:49

...der Titel eines Essays von Thomas Metzinger.

Zitat:

"Was Erleuchtung ist, wissen nur einige Millionen Menschen in den reichen Ländern des Westens ganz genau, weil sie ihre emotionalen Bedürfnisse im Esoterik-Buchladen befriedigen und dazu die geistigen Traditionen anderer Kulturen ausbeuten. Weite Teile der "spirituellen Alternativkultur", die in der zweiten Hälfte des 20. Jh. entstanden ist, ... , sind mittlerweile intellektuell unredlich und reaktionär geworden. Das ist ein Problem, und auch dieser Tatsache muss man ins Auge sehen."


Thomas Metzinger: "Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit"

Manchmal finde ich in solchen Werken Beruhigung. Oft habe ich das Gefühl, in grundsätzlichen Warnungen und Kritikpunkten an unserer Heidenszene ein einsamer Rufer im Wald zu sein.

Dieses Essay richtet sich zwar nicht direkt an unsere "Szene", greift aber einige grundsätzliche Fragestellungen auf. Fragestellungen, die überdacht werden sollten - alleine schon aus dem Grund, seine eigene Spiritualität und Religiösität nicht zu einem statischen Teller Suppe verkommen, sondern sie auch mal dynamisch über den Tellerrand schwappen zu lassen.

Ob man dem Allen jetzt zustimmen möchte, sei dahingestellt. Aber alleine die Beschäftigung damit kann viele Fragen beantworten. Und Neue stellen.

Mit Dank an Sinmara Mayfair.
Dateianhänge
Metzinger_SIR_2013.pdf
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Die Sicht, die wir auf die Kelten haben, sagt mehr über uns aus, als über die Kelten selbst.


Ich bin glücklich. So einfach ist das.
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Re: Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit

Beitragvon Sucher » Mo 21. Sep 2015, 08:34

Es macht mich nicht eingebildet. Aber es macht mich innerlich ein bisschen zufrieden, dasss wir versuchen, uns das Erbe unserer eigenen Kultur zu verdienen.
Nicht, dass unsere Tradition besser wäre, als die anderer Kulturen. Ganz gewiss nicht.
Aber es ist halt unser Erbe und eigentlich steht uns kein anderes zu, denn andere Erbschaften gehören anderen Menschen.
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Re: Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit

Beitragvon Sirona » Mo 21. Sep 2015, 16:32

Ich finde den Begriff "säkularisierte Spiritualität" spannend und ob eine solche möglich ist im Sinne der intellektuellen Redlichkeit oder Aufgeklärtheit. Wenn ich das richtig verstehe ist das mit das Kernstück dieses Essays.
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Re: Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit

Beitragvon Sedocoinios » Mo 21. Sep 2015, 21:19

Ich habe den Artikel jetzt noch nicht gelesen aber was du da schreibst, Sucher, ist mir zu wenig "universalistisch"... was macht denn das "unsere" zum "unserem" und das nicht unsere zum nicht unserem? Ich denke das Erbe der Menschheit ist das Erbe der Menschheit und sollte als solches auch als Gesamtwerk der Menschheit zustehen... Eigentum ist Diebstahl ;)

Aber jetzt les ich erstmal worums geht bevor ich wieder mosere...
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Re: Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit

Beitragvon Sucher » Di 22. Sep 2015, 08:31

Deine Sicht der Dinge ist in Ordnung, Samonios. Und die Schlagwörter klingen gut. ;)

Dennoch finde ich, dass "lokale" Ausprägungen des Gesamtwerkes durchaus gewürdigt werden können, dürfen und sollen.
Ich selbst fühle mich halt in der heimischen Landschaft spirituell besser verortet, als in einer fernöstlichen Steppe. Damit spreche ich aber anderen Gegenden nichts ab. Nach wie vor nicht.

So sehe ich im Gesamtwerk eben doch diverse Facetten und wenn ich mich mit einer davon treffender identifizieren kann, dann "gehört" sie mir noch lange nicht. Insofern habe ich mich mit "unserem" wohl schlampig ausgedrückt.
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Re: Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit

Beitragvon Sedocoinios » Di 22. Sep 2015, 12:49

Ich denke worauf du hinaus willst ist das persönliche und individuelle im Vergleich zum allgemeinem? Dann stimme ich dir zu.
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Re: Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit

Beitragvon Sucher » Di 22. Sep 2015, 17:40

Richtig. Ich habe lediglich von mir und für mich gesprochen.
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